Über
“Ein Stimmkünstler auf dem Weg zum Meister seines Faches”
(Andreas Stolz über Lieder eines fahrenden Gesellen, Celler Zeitung)
Der Bariton Johannes Worms bewegt sich spielerisch zwischen historischem Repertoire, experimenteller Bühne und musiktheatralen Stückentwicklungen. Er ist sowohl als Konzertsolist, als auch als sensibler Liedinterpret und interdisziplinärer Kollaborationspartner gefragt. Geboren im sächsischen Vogtland, entdeckte er früh seine Stimme als künstlerisches Ausdrucksmittel und stand bereits als Knabensopran auf der Theaterbühne.
Noch während seiner Ausbildung erforschte er neue Kontexte für klassische Musik, war Mitbegründer des mehrfach ausgezeichneten Kollektivs ,godot komplex', und entwickelte Bühnenformate, unter anderem für das Wiener Konzerthaus.
Heute gewinnt Johannes Worms zunehmend die Aufmerksamkeit eines experimentierfreudigen und diversen Klassikpublikums. Gemeinsam mit seiner Liedduopartner*in Nasti kreiert Johannes Worms Programme über Genre-und Konventionsgrenzen hinweg und gastiert regelmäßig an wichtigen Konzertorten wie der Elbphilharmonie Hamburg, dem Silent Green Kulturquartier Berlin, dem Sendesaal Bremen oder dem Schauspiel Hannover, sowie auf zahlreichen internationalen Musikfestivals. Mitschnitte und Konzertdokumente entstanden u.a. für den Deutschlandfunk.
Seit einigen Jahren verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Regisseur*innen wie Hannes Kapsch und dem Regieduo Vöcks de Schwindt. Aus diesen Kooperationen gingen mehrere queere Musiktheaterproduktionen hervor, darunter Speak Low – Lieder über Männlichkeiten und queere Utopien (2024), Das Märchen von Maus, dem verwunschenen Königskind (2025) sowie das Monologstück Die Florenzer – L’amore Masculino (2025).
Johannes Worms ist zudem als Konzertsolist zu erleben und tritt im gesamten norddeutschen Raum in Erscheinung.
Er studierte im Gesang und Lied in Hannover und Leipzig bei Prof. Jan-Philip Schulze, Prof. Dr. Peter Anton Ling und Prof. Ilse Christine Otto. Prägende künstlerische Impulse erhielt Johannes Worms u. A. von György Kurtág und Maria Husmann. Er ist Absolvent der TONALi Bühnenakademie und der Akademie Concerto21.
Johannes Worms erhielt das Deutschlandstipendium und war Stipendiat der Alfred Toepfer Stiftung, der Maria-Husmann-Stiftung sowie der Deutschen Orchesterstiftung. Er ist regelmäßig als Gastdozent an deutschsprachigen Musikhochschulen tätig und tritt als Sprecher auf Fachkongressen in Erscheinung.
Schwerpunktthemen:
Queerness und Klassik
Kollektives Arbeiten
Kunstlied
Curational Practice
„{Johannes Worms and Nasti} used a very traditional form of giving a concert and lifted it to a whole new level- without changing much about the way the were standing in stage. Their choice of songs and their moderation reflected fragile masculinity and they managed to be emotionally incredible close to everyone in the audience.”
(Paulina Sofie Kiss über den Liederabend auf dem Detect Classic Festival 2023, Interview auf ninunina.com)